Stellungnahme der FDP Herne zu den Forderungen der Bürgerinitiative „Stadtwald Herne“

Die FDP Herne reagiert mit Unverständnis auf die erneuten Forderungen der Bürgerinitiative „Stadtwald Herne“, das Gelände der ehemaligen Zeche General Blumenthal als Brachfläche festzuschreiben, anstatt dort einen international bedeutsamen Technologiestandort für Umwelt- und Klimaschutzinnovationen anzusiedeln.

Philipp Löhler

Die Forderungen der Bürgerinitiative gehen an jeglicher ökologischen und ökonomischen Realität vorbei.“, so Philipp Löhler, klimapolitischer Sprecher der FDP Herne. „Nicht nur soll die bestehende Industriefläche inklusive sämtlicher Altlasten unverändert erhalten bleiben, zusätzlich würde ein großes Klimaschutzpotential ungenutzt bleiben, da die in der geplanten Technologiewelt entwickelten Lösungen und Produkte zu weit größeren CO2-Einsparungen führen werden, als es die Brachfläche je könnte. Eine solch einseitige Sichtweise verhindert nötige Innovationen und Fortschritt in unserer Stadt.“

Max Wiemers

Max Wiemers, stellvertretender Kreisvorsitzender der Herner FDP und Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen fügt hinzu: „Gleichzeitig belastet das Vorhaben der Bürgerinitiative den städtischen Haushalt in extremer Weise, da die Stadt Herne das Gelände zunächst der RAG AG abkaufen müsste, mit diesem Geld lassen sich auch weitaus sinnvollere Maßnahmen umsetzen.

Die Herner Freien Demokraten stehen für kreativen Klimaschutz durch Innovationen statt Verbote. Durch die Ansiedlung zukunftsfähiger Unternehmen und Bildungseinrichtungen leistet Herne einen großen Beitrag zum Chancenstandort Ruhrgebiet – der geplante umweltfreundliche Campus mit mindestens 15 Hektar Grünflächen steht hierbei sinnbildlich für den Gewinn an Lebensqualität durch das Projekt.

Doch nicht nur aus umweltpolitischer Sicht wäre eine Brachfläche Blumenthal eine unverantwortliche Idee, auch die mindestens 1.500 potenziellen Arbeitsplätze würden in diesem Falle nicht in Herne entstehen. Die neuen Jobmöglichkeiten, die sich hierbei ergeben, werden eine außerordentliche Sogwirkung besitzen, die das Potenzial hat, die wirtschaftliche Dynamik in der Stadt entscheidend zu erhöhen. Herne kann es sich im Zuge des Strukturwandels im Ruhrgebiet nicht leisten, eine Chance wie diese zu verspielen.