Politischer Aschermittwoch der FDP im Mondpalast:

Brexit, Europa und Watschen für den politischen Gegner

Brexit und Europawahlen  bestimmten neben der klassischen Abrechnung mit den politischen Gegnern/Konkurrenten den Politischen Aschermittwoch derHerner FDP. Die hatte in guter Tradition gemeinsam mit der FDP Ruhr zum zwölften Mal in das Foyer des Wanne-Eickeler Mondpalast eingeladen.

Thomas Nückel, Alexander Graf Lambsdorff und Thomas Bloch

Rund 250 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt um mitzuerleben wie vor kultiger Kulisse der politischen Konkurrenz und der GroKo die Leviten gelesen wurden. Als Zeremonienmeister führte der Herner Landtagsabgeordnete Thomas Nückel durch die Veranstaltung, und interviewte den Hausherren, Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann. Der Chef der Ruhr-FDP Ralf Witzel nahm traditionsgemäß die NRW-Grünen und deren Verbote-Wahn aufs Korn, während Michael Kauch, Liberaler aus Dortmund und Spitzenkandidat der Ruhrgebiets-FDP für die Europawahl (Bundesliste Platz 8), eine Lanze für europäische Werte wie Vielfalt, Toleranz und Menschenrechte brach und sich für ein Europa aussprach, das soziale Aufstiegschancen bietet und ein Vorreiter in Sachen technischer Innovationen sein sollte. 

Er verurteilte die bedenkliche Entwicklung zu Nationalismus und  Abspaltung ebenso kritisch wie der nachfolgende Redner und Stargast des Abends, Alexander Graf Lambsdorff, der in dem Zusammenhang auch hart mit der AfD ins Gericht ging. Er appellierte an alle gemäßigteren AfD-Anhänger, nicht weiter das „bürgerliche Feigenblatt“ für eine rechtsradikale Partei zu spielen, sondern sich klar von Naziparolen und –gebaren zu distanzieren und auszutreten.

Lambsdorff, der  der FDP-Bundestagsfraktion für Außen-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik zuständig ist, kritisierte zudem den schlechten Zustand der Bundeswehr harsch und forderte eine bessere finanzielle Ausstattung für beste Ausrüstung und bestmöglichen Schutz der Soldatinnen und Soldaten. 

Gescholten wurde die GroKo von ihm auch in Sachen Brexit: Auf eine Anfrage nach Plänen für ein ungeregeltes Austrittsszenario wurde die Bundes-FDP auf eine Antwort Ende Mai  vertröstet – „glatte zwei Monate nachdem der Brexit passiert ist!“ schimpfte Lambsdorff.

Anschließend bestand die Möglichkeit, mit den Spitzenpolitikern ins Gespräch zu kommen. Geselliges Beisammensein, köstliche Häppchen vom Buffett und Oldies präsentiert von „Rudi And The Hotshots“ rundeten den ebenso unterhaltsamen wie informativen Abend ab