Lobeshymnen und Danke sagen reicht auf Dauer nicht aus!

Manuel Wagner

Während der aktuellen Extremsituation erfahren ErzieherInnen, Personen im Gesundheitswesen und viele andere Berufsgruppen, die an der vordersten Front arbeiten eine große Welle der Dankbarkeit. Völlig zurecht. Doch dies reicht am Ende nicht aus. Dieser Meinung ist der sozialpolitische Sprecher der Herner Freien Demokraten, Manuel Wagner. 
Wir erleben gerade, wer den Laden am Laufen hält. Es sind die Berufsgruppen, die über Jahre vernachlässigt worden sind. Parteiübergreifend. Ihnen gebührt jetzt unser Respekt. Doch dieser Respekt muss hinter auch erkannt werden und den Worten müssen Taten folgen!“, so Wagner.
Dabei geht es nicht nur um die Bezahlung der Betroffenen. Auch die Arbeitsbedingungen, die finanzielle Ausstattung und die Personalschlüssel müssen angepasst werden. Diese Menschen müssen ihrer Leistung entsprechend behandelt werden. „Diese Menschen sorgen für das höchste Gut was wir haben. Unsere Gesundheit, Seelisch wie physisch. Nicht erst seit Beginn der Pandemie. ErzieherInnen vertrauen wir unsere Kinder an. Sie alle haben mehr verdient. Ein Grund, wieso ich in die FDP eingetreten bin, war, dass ich davon überzeugt bin, dass man mit Leistung alles erreichen kann. Ändert sich an der Situation nichts, ist dies die Perversion einer Leistungsgesellschaft.“, so Wagner weiter.
Nachdem diese Situation überstanden ist, muss über einige Dinge gesprochen werden, zum Beispiel über Investitionen in die Digitalisierung. Aber eben auch über notwendige Veränderungen im Gesundheitswesen. Allerdings bleibt eine gewisse Sorge, dass am Ende alles seinen gewohnten Gang geht. „Ich hoffe wirklich, dass es am Ende nicht nur beim Klatschen in den Parlamenten bleibt, obwohl ich hier schon eine kleine Befürchtung habe. Es lief bisher ja auch. Hellmut Schmidt sagte, dass sich der Charakter in der Krise beweist. Er beweist sich jetzt aber auch danach!“.
Sobald wieder einigermaßen normale Verhältnisse herrschen, wird kurz durchzuatmen sein. Es kann sich kurz gefreut werden. Danach muss aber an den Problemen gearbeitet werden, die jetzt in großer Form sichtbar werden.  „Bis dahin können wir wirklich nur unsere Dankbarkeit zeigen und mithelfen, in dem wir uns an die Regeln halten und zu Hause bleiben.“, schließt Wagner ab.