eSport und Politik – Interessante Diskussion zu einem aktuellen Thema

Am Montag, den 26. November hatten die Freien Demokraten Herne zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema eSport ins „Zille“ Herne eingeladen. Obwohl der angekündigte eSportler Tim Heckenkamp und der eSport-Koordinator Halil Özbulat (KFC Uerdingen) kurzfristig wegen Krankheit die Teilnahme absagen mussten, fanden sich 20 interessierte Personen zu der Veranstaltung ein. Nach einer kurzen Eröffnungsrunde und Vorstellung der Teilnehmer durch den Kreisvorsitzenden Thomas Bloch schilderten der Landtagsabgeordnete Thomas Nückel und der Vorsitzende der Herner JuLis, Manuel Wagner, ihre Erfahrungen zum Thema Gaming und eSport. Nach einer kurzen Historie der Gaming-Erfahrung der Teilnehmer, angefangen von Pong in den 70er Jahren (Thomas Nückel), über den C64, Commodore Amiga, PC, Playstation (Thomas Bloch) und Super Nintendo und PS4 (Manuel Wagner) kam die Frage auf, wie die Politik zum Thema eSport steht und inwieweit sich die Politik für eSport einsetzt. Thomas Nückel (MdL) verwies auf einen Antrag der CDU- und FDP-Landtagsfraktion für den Games-Standort NRW (Link).

Auch über eventuelle Vorurteile zum Thema Gaming und eSport wurde gesprochen. Dabei wurde schnell deutlich, dass noch in vielen Teilen der Gesellschaft der Gamer als übergewichtiger Nerd, der nur zu Hause sitzt und nicht vor die Tür geht, in den Köpfen der Leute verankert ist. Auch das Thema Gemeinnützigkeit von „eSport-Vereinen“ wurde angesprochen.

Im Rahmen der Diskussion wurde deutlich, dass das Thema eSport großes Potential bietet: Neben dem reinen eSportler ergeben sich zusätzlich Berufsfelder im Bereich der Kreativwirtschaft für z.B. Game-Designer, Game-Programer, Caster und auch Musiker. Jetzt ist vor allem die Politik vor Ort gefragt sich für die Ansiedlung dieser Berufsgruppen in Herne einzusetzen.

Die Diskussion mit den beiden krankheitsbedingt abwesenden Profis soll im ersten Quartal 2019 nachgeholt werden.